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KARRIERE
EINER GENOSSENSCHAFT
 

Klima und Boden sind naturgegebene Voraussetzungen für den Weinbau. Wie man die Rebstöcke im Weingarten „behandelt“ (oder besser: „verwöhnt“), das ist Winzerphilosophie par excellence. Und diese Philosophie hat sich in den letzten Jahrzehnten entscheidend gewandelt.
Wir vom Winzerkeller Neckenmarkt und unsere rund 120 Winzer haben längst erkannt, dass Produktion „auf Masse“ nur auf Kosten der Qualität gehen kann.
Daher ernten wir in unseren Weingärten im Mittel ca. 8.500 kg. Ein gesunder Rebstock, mit idealem Terroir, der seine gesamten Zucker-, Extrakt- und Geschmacksstoffe nur mehr auf wenige Trauben verteilen muss, kann daher natürlich qualitativ beste Beeren produzieren, die – erzieherisch für die Winzer – einen umso höheren Preis erzielen, je höhere Qualitäten sie aufweisen.

In 20% unserer Weingärten läuft seit 1992 sogar ein noch strengeres Qualitätsprogramm, das den daraus entstehenden
Weinen seinen Namen gibt: „8 Trauben“ (8 Trauben pro Weinstock). 50 Betriebe beteiligen sich an dieser Art
der Produktion von hochwertigstem Erntematerial.
Infrage kommen nur Weingärten der Großlage „Hochberg“, der Gegend mit dem besten Terroir in Neckenmarkt.
Zudem müssen die Anlagen mindestens 25 Jahre alt sein – dann sind die Wurzeln tief in den Boden
vorgedrungen, der Rebstock ist kräftig und etabliert und erträgt „stressige“ Wetterphasen in ausgeglichener
Weise. Das ganze Jahr über sind unsere Kontrolleure unterwegs, um den 8-Trauben-Winzern auf die Finger
zu schauen: Es ist eben verdammt hart, zu den Besten gehören zu wollen. Der Lohn für diese Mühen
kann sich aber sehen lassen: ein garantierter Fixpreis pro Hektar.


Die 8-Trauben Familie

Dass die Qualität in solcherart gepflegten Weingärten sowieso „passt“, versteht sich von selbst.

Mehr als 60% jener Weingärten, die Trauben für den Winzerkeller Neckenmarkt produzieren, sind mit Blaufränkisch bestockt – was nicht weiter verwundern sollte, wir sind im „Blaufränkischland“!

Auf fast einem Drittel der Lagen wächst der Zweigelt.

Dieser wird zwar auch reinsortig, vor allem aber als Cuvée-Partner für den Blaufränkisch vermarktet.
Sonstige Rotweinsorten, wie Cabernet Sauvignon, Pinot Noir, Merlot und Syrah, liegen bei 5% – auch
sie werden oft als interessante „Verfeinerung“ dem Blaufränkischen beigemengt. Der Anteil an weißen
Trauben beträgt 2 bis 3%.

Unsere Winzer liefern die Trauben natürlich reinsortig an. Sortiert nach Lagen und Qualität landen sie in den Vinifizierungsanlagen. Schonend sollen und müssen diese arbeiten, allen Verarbeitungsschritten ist eines gemeinsam: Sie haben es nicht eilig. Langsam werden daher die Beeren von den Stielen „entrappt“ und gemaischt.
Die Maische hat dann wieder viel Zeit: Je nach Weintyp darf sich die Gärung zwischen einer und zwei Wochen hinziehen – Hektik ist beim Weinmachen ebenso fehl am Platz wie beim Wein genießen! Ist die gemütliche Gärung in den temperaturgesteuerten Edelstahltanks abgeschlossen, wird gepresst und der Jungwein kommt in die Fässer. Noch enthält er etwas Wärme aus dem Gärprozess und das ist äußerst hilfreich beim Einleiten des nun folgenden biologischen Säureabbaus.
Dabei wandeln sich „spitze“ Säuren (z. B. Apfelsäure) in „weiche“, angenehme (z. B. Milchsäure), der Rotwein wird mild und samtig im Abgang. Nun werden die Jungweine noch sanft „umgezogen“, d. h. in andere Behältnisse gefüllt, die Schweb- und Trubstoffe bleiben zurück, bereits im jugendlichen Alter sollen die Weine klar und sauber sein.

Nicht weniger als 5 Millionen Liter Wein können im Winzerkeller Neckenmarkt gelagert werden.
Natürlich spielen dabei mengenmäßig die großen Edelstahltanks die Hauptrolle. Doch bereits seit 1986 erfahren die besten Wein-Qualitäten des Hauses eine Behandlung der besonderen Art: Sie dürfen in noblen Barrique-Fässern ihren Charakter veredeln.
Französische Eiche steht dabei hoch im Kurs: Allier, Tronçais und Nevers. Im Zuge eines langen Reifungs-Prozesses verweben die rauchigen, karamellisierenden und vanilleartigen Töne des kleinen Holzfasses mit den Beeren-Aromen der Weine und verleihen ihnen jene Geschmacks-Nuancen, die Barrique-Fans so sehr schätzen.

 

   
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