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KARRIERE
EINER GENOSSENSCHAFT
 

Kaum woanders kann man den Übergang zwischen zwei europäischen Großlandschaften so anschaulich vermittelt bekommen, wie im Neckenmarkter Weingebirge.
Am Südhang des Ödenburger Gebirges erstrecken sich die Rebzeilen. Das „Wiederkreuz“ im nach oben hin anschließenden Wald steht auf 467 m. Aus den Weingärten heraus öffnet sich der Blick in die flache Beckenlandschaft des Mittelburgenlandes – die tiefste Stelle des Bezirkes ist jener Punkt, wo der Goldbach bei Deutschkreutz das Burgenland verlässt, auf 162 m.
Im Westen kann man bei schönem Wetter den Schneeberg sehen, 2.076 m ist er hoch, gegen Osten zu ist schon das Glitzern des ungarischen Teiles des Neusiedler Sees zu erblicken, 115 m über Adria-Niveau.
Neckenmarkt liegt also am malerischen Übergang der Alpen hin zu den weiten Tiefländern des Pannonischen Beckens, das mit der Kleinen Ungarischen Tiefebene auch ein wenig in den Bezirk Oberpullendorf hereinreicht.

Im Norden umrahmt vom Ödenburger Gebirge, im Westen von den Landseer Bergen, im Süden vom Bernstein-Günser-Gebirge – nach drei Seiten wird das Oberpullendorfer Becken abgeschirmt, bloß gegen Osten hin ist es offen. Die Wolken, die vornehmlich aus westlicher Richtung herandriften, haben sich meist schon ausgeregnet über den Bergen, deshalb ist es im Burgenland trockener als im übrigen Österreich. Dafür scheint die Sonne häufiger und länger, manchmal mehr als 2.000 Stunden pro Jahr und das ist gut für Trauben, die reif und süß und extraktreich werden sollen.
Pannonisch getönt ist das Klima in Neckenmarkt, mit jährlich Niederschlagsmengen zwischen 500 und 700 mm, mit relativ hohen Durchschnittstemperaturen (über 10°C), milden Herbstperioden, meist schneearmen Wintern, manchmal aber auch empfindlich kalten Frosttagen.
Kalte Luft ist gottlob schwerer als warme, daher fließt sie von den Hängen hinab und kann den Rebstöcken im Weingebirge in der Regel nichts anhaben. Das Klima und die Lage der Neckenmarkter Weinberge bieten jedenfalls optimale Voraussetzungen für den Anbau von Blaufränkisch & Co.



Ein wesentlicher Faktor ist auch der Boden, in den hinein sich die Wurzeln der Reben ihre Wege bahnen bzw. aus dem sie die Mineralik beziehen.
Dabei spielt die Geologie des Raumes eine Rolle wie auch das Terroir, also alle naturgegebenen Faktoren, die auf Geschmack und Qualität agrarischer Produkte einen Einfluss haben.
Die Hänge der Neckenmarkter Weinberge bestehen ursprünglich aus kristallinem Gestein (Ausläufer der Zentralalpen). Die manchmal eingestreuten Kalksteine stammen aus Sedimenten eines tertiären Randmeeres und sie sind wie die Schotter, Sande und Tone des Oberpullendorfer Beckens zwischen 16 und 13 Mio. Jahre alt (viel jünger als unsere Alpen). Den letzten Schliff erfuhr die Gegend während und nach der Eiszeit, die vor etwa 10.000 Jahren endete. Seither hat die Verwitterung unterschiedliche Bodentypen entstehen lassen.
Generell gilt, dass luftige, leichte, schotterige und sandige Böden schlanke, elegante, finessereiche Weine
hervorbringen, während schwere, lehmige bis tonige Böden extraktreichere, kräftigere Weine ergeben.

 
   
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